Spielertypen 1: Der Ruhige

Er ist stets voll konzentriert. Schon bei der Spielerklärung hat er aufmerksam zugehört. Offen gebliebene Fragen haben schon andere gestellt. Er nickt gelegentlich, möchte aber ansonsten den Fortgang des Erklärprozesses nicht verzögern. Natürlich hat er sich alles genaustens gemerkt und spielt ohne Umschweife und durchaus selbstbewusst los. Klar, er hat ja auch schon den Durchblick. Nun ja, ein angenehmer Zeitgenosse, da er einem nicht ständig dazwischen quatscht. Er redet eben nur, wenn es unbedingt nötig ist. Trotz seiner bemerkenswerten Konzentrationsfähigkeit ist er aber kein Gewinnertyp. Irgendwann im Spielverlauf verliert er irgendwie den Faden, vermutlich weil er in seinen eigenen Gedanken verstrickt ist. Er kriegt die Kommentare seiner Mitspieler gar nicht mit. Sowas wie: „Na, das ist ja eine tolle Vorlage“ oder „Mmh, wer da einsteigt, hat aber fast ’ne sichere Mehrheit“ oder „Wäre ja blöd, wenn man jetzt das oder jenes machen würde“ gehen glatt an ihm vorbei. Außer akustischer Hinweise entgeht ihm allerdings noch mehr: Blicke. Grimassen. Körpersprache. So zieht er sich bei manchen unliebsamen Zügen eventuell den Zorn der Gruppe zu – ohne es überhaupt zu merken. Oder den Spott den Gruppe, denn er sieht ja nicht wie jemand den Mund schief zieht oder die Augen verdreht. Ihn stören die anderen allerdings auch nicht. Okay, zu lautes Lachen könnte seine Konzentration leicht beeinträchtigen, aber er ist da tolerant. Zusammenfassend ein netter Mitspieler, nur keine Spaßkanone. Für Party- oder Kommunikationsspiele daher nicht empfehlenswert.

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