Haptik des Wandels – die neue Ausgabe der „spielbox“

Nun ist vor eine Weile die neue spielbox ins Haus geflattert. Eine Zeitschrift, in deren Abo die BRETTSPIELERIN quasi eingeheiratet hat und die seit Jahrzehnten die Spielenerd-Infoquelle schlechthin ist. Auf den ersten Griff war der BRETTSPIELERIN klar, da ist irgendetwas anders! Ja, das Papier fühlt sich irgendwie „rau“ an -komisch-, Hochglanz Fehlanzeige? So ökologisch und haptisch gut in Szene gesetzt, kann man dem Editoral entnehmen, dass Matthias Hardel als Chefredakteur abgedankt hat und Andreas Becker nun den Posten übernimmt. Auch das Layout wirkt etwas „anders“, wenn auch ohne den Wiedererkennungswert zu gefährden und einige neue Namen finden sich bei den Rezensenten wieder. Vor allem wurde die Anzahl an Rezensentinnen (ohne „*“ an dieser Stelle) dramatisch erhöht, was eine BRETTSPIELERIN natürlich sehr freut.

Fakt ist, ich habe die spielbox schon seit Längerem immer nur kurz durchgeblättert (allerdings öfter das Editoral von Herrn Hardel gelesen) und der BRETTSPIELER ist auch nicht immer zum Lesen gekommen. Das mag zeitliche Gründe haben, aber machen wir uns nichts vor: Die Konkurrenz aus dem Internet hat über die Jahre an Präsenz und Professionalität gewonnen und sich mit YouTube schon lange vom allein geschriebenen Wort wegbewegt! Auch Podcasts gibt es inzwischen zu jedem Genre, zu jeder Lebenslage und allzeit verfügbar. Ja, es tut weh, an sich selbst zu beobachten, dass das Maß aller Dinge eben nicht mehr eine Hochglanzausgabe der spielbox ist. So war es auch nicht verwunderlich, dass es bei BRETTSPIELERS zuhause durchaus die Überlegung gab, sich dem Abo der spielbox zu entledigen. Andererseits ist die BRETTSPIELERIN auch eine Freundin des geschriebenen Worts und der seriösen Meinung zum Thema Brettspiel. Nun, eine abschließende Entscheidung ist hier noch nicht gefallen und jetzt ist die BRETTSPIELERIN auch zu neugierig wie der so elegant eingeleitete Wandel weitergeht.

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