Schlüssel-Schloss-Prinzip…Unlock!

Asmodee hat nun auch nachgelegt in Sachen Escape-Room-Tischumsetzungen: Unlock! ist da! Nachdem die BRETTSPIELERIN sich schon das Tutorial und ein Promodeck hübsch farbig aus dem Internetz ausgedruckt und angetestet hat, liegt jetzt auch der „richtige“ Spielekarton im Regal. Und da gibt es direkt etwas zu meckern: Völlig überdimensioniert für dreieinhalb Kartenstäpelchen und zwar in allen Dimensionen! Da täuscht auch die diagonale Anordnung der Einsätze im Tiefziehteil nicht darüber hinweg.
Spannend war, wie das Thema Escape diesmal umgesetzt wurde, nämlich wieder ganz anders als bei den Vorgängern. Das Spiel besteht nur aus Karten und man benötigt eine App als Spielhilfe. Keine schlechte Idee, da man ja so oder so einen Timer braucht. Die App bietet dann auch atmosphärische Sounds, Hinweise, Strafen in Form von Zeitabzügen und eine Möglichkeit zur Codeeingabe sowie eine Abschlussbewertung mit Sternchen wie gut man halt war. Der eigentliche Mechanismus ist einfach und griffig: Zwei verschiedene Kartentypen werden miteinander kombiniert, z.B. eine Karte mit Schlüssel mit einer Karte mit verschlossenem Schrank. Die Zahlenwerte der Karten werden addiert und die entsprechende Karte aus dem Stapel herausgesucht. Auf dieser Karte ist nun der geöffnete Schrank zu sehen und vielleicht findet man dort wieder ein neues Objekt. Das ist thematisch sehr schön umgesetzt: Das klassische Kombinieren von Gegenständen wie man es von Computeradventures kennt! Ein zweites Element neben der Kombiniererei ist das Finden von verborgenen Objekten in Form von versteckten Zahlen auf den Bildern der Karten. Und das ist absolut nix für Fehlsichtige aller Art! Die Zahlen sind echt kaum zu erkennen, aber das ist natürlich irgendwie auch wieder realistisch, denn wer nicht gründlich sucht, kann auch in einem richtigen Escape-Room mal etwas übersehen. Und selbst wenn man spätestens beim zweiten Abenteuer doch weiß, dass man auf die blöden Zahlen achten muss, verbaselt man das trotzdem. Sollte man nicht weiterkommen, sind die Hinweise allerdings meist wenig hilfreich und erklären einem quasi das ohnehin offensichtliche. Da sind Hinweiskaskaden von simpel bis hin zum weiterführenden Code wie es z.B. bei den EXITs der Fall ist, schon sinnvoller. Zumal falsche -auch nicht total abwegige- Antworten durchaus zu Karten führen können, die erst später dran kommen. Darf eigentlich nicht passieren. Und dann hat man noch Glück, denn die Strafe, wenn man falsch liegt und eine Strafkarte aufdeckt, ist mit 5 min sehr hart bei einer Gesamtdauer von 60 min. Da ist ein Sieg innerhalb der Zeit schon fast nicht mehr machbar. Tipp der BRETTSPIELERIN: Bei einer Unsicherheit, ob man richtig kombiniert hat, empfiehlt es sich, die Karte bis auf den oberen Rand erstmal zuzuhalten. Wenn man richtig liegt, sind die kombinierten Karten auf der gezogen Karte durchgestrichen aufgeführt, was heisst, dass sie als erledigt aus dem Spiel kommen. So kann man kontrollieren, ohne sich etwas zu versauen. Alles in allem macht aber auch dieses System viel Spaß und sind die Szenarien durchaus liebevoll gestaltet. Fehlt nur noch, dass mir einer erklärt, warum ich bei Unlock ständig an Undoor denken muss (oder schreibt sich das anders?).

One Response to “Schlüssel-Schloss-Prinzip…Unlock!

  1. Brettspielerin

    So, Asmodee hat nachgearbeitet und die App aktualisiert. Es gibt nun weitere Hinweise zu einer Karte und zeitkostenlose Hinweise zu verborgenen Objekten.

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